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PSI-Q – Der Plymouth Sensory Imagery Questionnaire

Der PSI-Q (Andrade et al. 2014) ist das Original-Instrument, das Vorstellungen nicht nur im Sehen, sondern in sieben Sinnesmodalitäten erfasst. Hier: Aufbau, Grenzen – und warum unser eigener Test MST-21 heißt.

  • Andrade et al., 2014
  • 7 Sinnesmodalitäten
  • 35 Items · Kurzform 21
  • Skala 0–10

Eigenentwicklung auf Basis der Forschungsliteratur. An etablierte Instrumente angelehnt, aber nicht unabhängig validiert. Kein diagnostisches Verfahren – die Ergebnisse dienen der Selbsteinschätzung.

Aufbau des Original-PSI-Q

Der PSI-Q wurde an der University of Plymouth entwickelt und 2014 von Andrade et al. im British Journal of Psychology veröffentlicht. Die Langform hat 35 Items, die Kurzform 21 Items; jedes Item wird auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet. Erfasst werden sieben Sinnesmodalitäten:

  • Sehen (visuell)
  • Hören (auditiv)
  • Riechen (olfaktorisch)
  • Schmecken (gustatorisch)
  • Berührung (taktil)
  • Körperliche Empfindung
  • Emotionales Fühlen

Der VVIQ (Marks 1973) fragt dagegen nur nach visuellen Vorstellungen.

Mehr zum VVIQ

Wofür der PSI-Q gebraucht wird

Mit dem VVIQ allein bleibt offen, ob sich jemand auch Geräusche, Gerüche oder Berührungen nicht vorstellen kann. Der PSI-Q ergibt ein Profil über alle sieben Modalitäten. So lässt sich beschreiben, ob eine schwache Vorstellung nur das Sehen betrifft oder mehrere Sinne (multisensorische Aphantasie).

Andrade et al. (2014) veröffentlichen keine Grenzwerte für Aphantasie. Wer PSI-Q-Werte einordnet, legt die Grenzen also selbst fest.

Grenzen des Instruments

  • SelbstberichtDer PSI-Q misst, wie lebhaft Menschen ihre eigenen Vorstellungen einschätzen. Vorstellungen lassen sich nicht direkt mit denen anderer vergleichen – die Antworten hängen davon ab, wie man die Skala für sich auslegt.
  • Keine festgelegten GrenzwerteFür Aphantasie gibt es beim PSI-Q keine publizierten Schwellen. Jede Einordnung von Werten ist eine Orientierung.
  • Keine DiagnoseEin PSI-Q-Profil beschreibt die eigene Vorstellung in verschiedenen Sinnen. Es ist keine medizinische Diagnose – Aphantasie ist keine Krankheit.

Warum aphantasie.org einen eigenen Test nutzt

Wir bieten den Original-PSIQ nicht zum Ausfüllen an. Die Original-Items sind in einer Fachzeitschrift veröffentlicht; eine ausdrückliche Freigabe zur freien Nutzung durch die Autoren um Jackie Andrade (University of Plymouth) haben wir nicht gefunden. Wir haben stattdessen den MST-21 entwickelt: einen eigenen Selbsttest mit gleicher Methodik und in eigenen Worten formulierten Items für alle 7 Sinnesmodalitäten.

Der MST-21 erfasst dieselben sieben Sinne mit 21 in eigenen Worten formulierten Items (Skala 0–10). Er ist nicht separat psychometrisch validiert. Die Bereiche, mit denen wir MST-21-Ergebnisse beschreiben, sind eine eigene Orientierung und stammen nicht von Andrade et al. (2014).

Quellen

  1. Andrade, J. et al. (2014). Assessing vividness of mental imagery: The Plymouth Sensory Imagery Questionnaire. British Journal of Psychology. doi:10.1111/bjop.12050
  2. Marks, D. F. (1973). Visual imagery differences in the recall of pictures. British Journal of Psychology, 64(1), 17–24. doi:10.1111/j.2044-8295.1973.tb01322.x

Häufige Fragen zum PSI-Q

Was unterscheidet den PSI-Q vom VVIQ?

Der VVIQ misst ausschließlich visuelle Vorstellungen, der PSI-Q erfasst sieben Sinnesmodalitäten: visuell, auditiv, olfaktorisch, gustatorisch, taktil, körperliche Empfindung und emotionales Fühlen. So entsteht ein Profil über alle Sinne statt eines einzelnen Werts.

Kann ich den Original-PSI-Q hier ausfüllen?

Nein. Eine ausdrückliche Freigabe der Original-Items zur freien Nutzung haben wir nicht gefunden. Unser eigener Test, der MST-21, erfasst dieselben sieben Sinne mit in eigenen Worten formulierten Items – kostenlos, ohne Anmeldung und in ca. 10 Minuten.

Gibt es PSI-Q-Grenzwerte für Aphantasie?

Nein. Andrade et al. (2014) veröffentlichen keine Schwellen. Die Bereiche, mit denen der MST-21 Ergebnisse beschreibt, sind eine Orientierung von aphantasie.org.

Kann man in einem Sinn Aphantasie haben, in anderen nicht?

Das ist möglich: Manche Menschen können sich Bilder kaum vorstellen, Geräusche aber gut – oder umgekehrt. Ein Profil über mehrere Sinne wie beim PSI-Q macht solche Unterschiede sichtbar.

Den MST-21 machen

Unser eigener, kostenloser MST-21 misst dieselben sieben Sinne: 21 Szenarien, ca. 10 Minuten, ohne Anmeldung.

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