Aphantasie und Autismus, ADHS, Depression: Was die Forschung weiß
Hängt Aphantasie mit Autismus, ADHS oder Intelligenz zusammen? Was Studien zeigen, was offen ist – und was sich aus einem Testergebnis nicht ableiten lässt.
Blatt · Wissen10 Min. Lesezeit
Inhalt
Kurz gesagt: Zu autistischen Zügen gibt es Befunde in beide Richtungen, eine Diagnose lässt sich daraus nicht ableiten. Zu ADHS haben wir eine einzige begutachtete Studie gefunden, und sie betrifft erworbene Aphantasie. Für einen Unterschied in der Intelligenz gibt es keinen belastbaren Beleg. Bei Depression ist das Bild komplizierter: Eine Vorstellungsschwäche kann im Rahmen einer Depression auftreten, für ein erhöhtes Depressionsrisiko durch lebenslange Aphantasie gibt es keine Belege. Zu Autismus, ADHS und Intelligenz nennt diese Seite die Studien an jedem Abschnitt.
- Autismus
- Gemischte Befunde
- höhere Fragebogenwerte in einigen Gruppen, visuelle Aphantasie nicht häufiger in einer Studie mit Diagnosen
- ADHS
- Eine Studie
- zu erworbener Aphantasie, mit Screening-Fragebogen
- Intelligenz
- Kein belastbarer Beleg
- weder für mehr noch für weniger; ein IQ-Vergleich an kleinen Gruppen
- Depression bei kongenitaler Aphantasie
- Keine Belege
- keine belastbare Evidenz für erhöhtes Risiko
Korrelation ≠ Kausalität
Aphantasie ist kein Anzeichen für Autismus, ADHS oder Depression und kein Maß für Intelligenz. Die Studien vergleichen Gruppen; über eine einzelne Person sagen sie nichts. Ein Selbsttest zur Vorstellungskraft ist keine Diagnose.
Aphantasie und Autismus
Gemischte BefundeNein, Aphantasie ist kein Anzeichen für Autismus. In selbst ausgewählten Gruppen hatten Menschen mit Aphantasie im Mittel etwas höhere Werte in einem Autismus-Fragebogen (Dance et al. 2021); unter Menschen mit Autismus-Diagnose war visuelle Aphantasie in einer anderen Studie nicht häufiger (Arnold et al. 2026). Eine Diagnose lässt sich aus einem Test der Vorstellungskraft nicht ableiten.
Was auf einen Zusammenhang hindeutet
Dance et al. (2021) verglichen 118 Menschen mit Aphantasie mit 118 Vergleichspersonen. Im Autismus-Spektrum-Quotienten (AQ), ausgewertet ohne die Frage nach inneren Bildern, lag die Aphantasie-Gruppe im Mittel bei 23,84 Punkten, die Vergleichsgruppe bei 20,51 (Effektstärke d = 0,45). Der Unterschied zeigte sich nur bei Vorstellungskraft und sozialen Fähigkeiten, nicht bei Kommunikation, Aufmerksamkeit für Details und Aufmerksamkeitswechsel. Die Gruppe mit Aphantasie hatte sich selbst gemeldet, und die Autorinnen und Autoren halten fest, dass sich daraus nichts über klinische Autismus-Diagnosen schließen lässt.
Milton et al. (2021) fanden in kleinen Gruppen ein ähnliches Bild: im Mittel 22,04 Punkte bei Aphantasie, 14,20 bei typischer Vorstellung und 17,92 bei Hyperphantasie (24, 20 und 25 Personen).
Auch die umgekehrte Richtung wurde untersucht: In einer Online-Befragung von 121 Erwachsenen gaben autistische Teilnehmende im Mittel weniger lebhafte innere Bilder an als nicht autistische (d = −0,44), und ein größerer Anteil von ihnen lag an oder unter der Aphantasie-Schwelle (King, Buxton & Tyndall 2024). Diagnostizierte und selbst identifizierte Autistinnen und Autisten bildeten dabei eine Gruppe. Eine weitere Befragung fand einen schwachen Zusammenhang zwischen autistischen Zügen und der Lebhaftigkeit innerer Bilder (r = −0,20; Taylor et al. 2026).
Was dagegen spricht
Bouyer et al. (2025) fanden über mehrere Erhebungen nur in der größten (308 Personen) einen schwachen Zusammenhang, der nicht von der Fragebogen-Skala „Vorstellungskraft“ abhing. Die Autorengruppe warnt vor einem Zirkelschluss, weil der AQ selbst nach Vorstellung fragt. Unter 327 Menschen mit Autismus-Diagnose (nach eigener Angabe) war visuelle Aphantasie nicht häufiger als in einer Vergleichsgruppe; ihre Vorstellungen waren insgesamt etwas weniger deutlich, und häufiger fehlte nur die Vorstellung von Geruch und Geschmack (Arnold et al. 2026).
Was nicht belegt ist
Nicht belegt ist, wie häufig Autismus-Diagnosen unter Menschen mit Aphantasie in der Bevölkerung sind, und ebenso wenig eine Ursache in die eine oder die andere Richtung. Monzel et al. (2023) halten als Einschätzung fest, dass die meisten Menschen mit Aphantasie nicht autistisch sind; gezählt haben sie das nicht.
Quellen zu diesem Abschnitt: Dance, C. J., Jaquiery, M., Eagleman, D. M., Porteous, D., Zeman, A. & Simner, J. (2021). What is the relationship between Aphantasia, Synaesthesia and Autism? Consciousness and Cognition, 89, 103087. doi:10.1016/j.concog.2021.103087 — Milton, F., Fulford, J., Dance, C. et al. (2021). Behavioral and Neural Signatures of Visual Imagery Vividness Extremes: Aphantasia versus Hyperphantasia. Cerebral Cortex Communications, 2(2), tgab035. doi:10.1093/texcom/tgab035 — King, R., Buxton, H. & Tyndall, I. (2024). Aphantasia and autism: An investigation of mental imagery vividness. Consciousness and Cognition, 125, 103749. doi:10.1016/j.concog.2024.103749 — Taylor et al. (2026). Exploring the association between mental imagery, sensory sensitivity, and autistic traits. Scientific Reports, 16. doi:10.1038/s41598-026-38574-9 — Bouyer, L. N., Pellicano, E., Saurels, B. W., Schwarzkopf, D. S. & Arnold, D. H. (2025). The vividness of visualisations and autistic trait expression are not strongly associated. Consciousness and Cognition, 129, 103821. doi:10.1016/j.concog.2025.103821 — Arnold et al. (2026). Autism and Aphantasia. Consciousness and Cognition, 143, 104085. doi:10.1016/j.concog.2026.104085 — Monzel, Dance, Azañón & Simner (2023). Aphantasia within the framework of neurodivergence: Some preliminary data and the curse of the confidence gap. Consciousness and Cognition, 115, 103567. doi:10.1016/j.concog.2023.103567
Aphantasie und ADHS
Eine StudieDas ist nicht geklärt: Dazu haben wir eine einzige begutachtete Studie gefunden, und sie betrifft erworbene Aphantasie und stützt sich auf einen Screening-Fragebogen statt auf Diagnosen (Gao, Nagai & Silvanto 2025).
Quelle zu diesem Abschnitt: Gao, Nagai & Silvanto (2025). Autonomic, neurodevelopmental, and early adversity correlates of acquired aphantasia. Neuropsychologia, 219, 109272. doi:10.1016/j.neuropsychologia.2025.109272
Aphantasie und Intelligenz
Kein BelegDafür gibt es keinen belastbaren Beleg, weder für mehr noch für weniger Intelligenz. Der einzige IQ-Vergleich, den wir gefunden haben, stammt aus kleinen Gruppen, und die Autorengruppe führt den Unterschied dort unter den Einschränkungen ihrer Studie auf, nicht als Befund über Intelligenz (Milton et al. 2021). Ein Test der Vorstellungskraft misst keine Intelligenz.
Milton et al. (2021) maßen bei 24 Menschen mit Aphantasie im Mittel einen IQ von rund 115, bei 20 Menschen mit typischer Vorstellung 110 und bei 25 mit Hyperphantasie 106. Der Unterschied zwischen Aphantasie und Hyperphantasie war statistisch signifikant. Die Autorinnen und Autoren nennen ihn eine Komplikation für die Deutung ihrer übrigen Ergebnisse; die Gruppen waren klein und teils selbst gemeldet.
Eine andere Studie glich ihre beiden Gruppen von vornherein nach Alter und IQ an. In Aufgaben, die Vorstellung verlangen, unterschieden sie sich nur in der Reaktionszeit, nicht in der Genauigkeit (Pounder et al. 2022; je 20 Personen).
Mit den Schulnoten hing die Lebhaftigkeit der Vorstellung in einer Stichprobe aus der Allgemeinbevölkerung nach Korrektur für Mehrfachtests nicht zusammen (Monzel et al. 2023; 115 Personen, 9 Fächer, 5 Klassenstufen). Beim Arbeitsgedächtnis widersprechen sich die Befunde: gleiche Kapazität in einer Arbeit (Keogh, Wicken & Pearson 2021), schwächere Gedächtnisleistungen in einer anderen (Monzel, Vetterlein & Reuter 2022).
In einer großen Befragung hatten 67 % der Teilnehmenden mit Aphantasie und 68 % derer mit Hyperphantasie einen Hochschulabschluss oder mehr als 15 Bildungsjahre, in der Vergleichsgruppe 51 % (Zeman et al. 2020). Das zeigt, wer sich für eine solche Studie selbst meldet, und ist kein Maß für Intelligenz.
Nicht belegt sind ein IQ-Unterschied in einer Bevölkerungsstichprobe und ein Vergleich von Schul- oder Studiennoten zwischen Menschen mit und ohne Aphantasie.
Lernen, Studium, Beruf: was Studien zeigen
Quellen zu diesem Abschnitt: Milton, F., Fulford, J., Dance, C. et al. (2021). Behavioral and Neural Signatures of Visual Imagery Vividness Extremes: Aphantasia versus Hyperphantasia. Cerebral Cortex Communications, 2(2), tgab035. doi:10.1093/texcom/tgab035 — Pounder et al. (2022). Only minimal differences between individuals with congenital aphantasia and those with typical imagery on neuropsychological tasks that involve imagery. Cortex, 148. doi:10.1016/j.cortex.2021.12.010 — Monzel, Dance, Azañón & Simner (2023). Aphantasia within the framework of neurodivergence: Some preliminary data and the curse of the confidence gap. Consciousness and Cognition, 115, 103567. doi:10.1016/j.concog.2023.103567 — Keogh, Wicken & Pearson (2021). Visual working memory in aphantasia: Retained accuracy and capacity with a different strategy. Cortex, 143. doi:10.1016/j.cortex.2021.07.012 — Monzel, Vetterlein & Reuter (2022). Memory deficits in aphantasics are not restricted to autobiographical memory. Journal of Neuropsychology, 16. doi:10.1111/jnp.12265 — Zeman, A., Milton, F., Della Sala, S. et al. (2020). Phantasia – The psychological significance of lifelong visual imagery vividness extremes. Cortex, 130, 426–440. doi:10.1016/j.cortex.2020.04.003
Aphantasie und Depression
Bei Depression gibt es zwei zu unterscheidende Konstellationen:
- Kongenitale Aphantasie + DepressionEs gibt keine belastbare Evidenz, dass lebenslange (kongenitale) Aphantasie das Depressionsrisiko erhöht. Wer von Geburt an keine mentalen Bilder hat, scheint dadurch nicht depressionsanfälliger zu sein.
- Plötzlich erworbene Aphantasie im Kontext einer DepressionDas ist neurologisch und psychiatrisch bedeutsam. Schwere depressive Episoden können vorübergehend zu reduzierter Imagery-Lebhaftigkeit führen — oft begleitet von Anhedonie, Konzentrationsproblemen und reduzierter Affektregulation. Hier ist medizinische Abklärung wichtig.
Manche Therapieverfahren arbeiten stark mit inneren Bildern, zum Beispiel Imagery Rescripting. Wer keine inneren Bilder erzeugen kann, kann das mit der Therapeutin oder dem Therapeuten besprechen.
Aphantasie und SDAM (autobiografisches Gedächtnis)
Erhebliche ÜberlappungStark ausgeprägte Aphantasie korreliert mit Severely Deficient Autobiographical Memory (SDAM) — der Tendenz, das eigene Leben eher faktisch als szenisch zu erinnern.
Nicht jeder mit Aphantasie hat SDAM, und nicht jeder mit SDAM hat Aphantasie — aber die Überlappung zwischen beiden Phänomenen ist erheblich. Beim Forschungsteam in Exeter hatten sich nach eigener Angabe über 14.000 Menschen gemeldet; in seiner großen Befragung nannten Teilnehmende mit Aphantasie ihr Gedächtnis häufiger „schlecht“, jene mit Hyperphantasie häufiger „gut“ (Zeman et al. 2020). Exakte, wissenschaftlich abgesicherte Prozentzahlen zur Häufigkeit von SDAM bei Aphantasie gibt es bislang nicht.
Betroffene berichten, dass sie Reisen, Geburtstage und persönliche Meilensteine eher als „Fakten-Liste“ erinnern denn als „Filmsequenz“. Das ist nicht pathologisch, aber für manche Menschen emotional belastend, weil ihnen das Gefühl fehlt, eigene Erinnerungen „wieder zu erleben“.
In Studien nennen Menschen mit Aphantasie zu eigenen Erlebnissen weniger Einzelheiten, die zum Ereignis selbst gehören (Milton et al. 2021; Dawes et al. 2022).
Quellen zu diesem Abschnitt: Zeman, A., Milton, F., Della Sala, S. et al. (2020). Phantasia – The psychological significance of lifelong visual imagery vividness extremes. Cortex, 130, 426–440. doi:10.1016/j.cortex.2020.04.003 — Milton, F., Fulford, J., Dance, C. et al. (2021). Behavioral and Neural Signatures of Visual Imagery Vividness Extremes: Aphantasia versus Hyperphantasia. Cerebral Cortex Communications, 2(2), tgab035. doi:10.1093/texcom/tgab035 — Dawes, A. J., Keogh, R., Robuck, S. & Pearson, J. (2022). Memories with a blind mind: Remembering the past and imagining the future with aphantasia. Cognition, 227, 105192. doi:10.1016/j.cognition.2022.105192
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Aphantasie selbst ist kein Grund für medizinische oder psychotherapeutische Hilfe. Aber es gibt drei Situationen, in denen professionelle Unterstützung sinnvoll ist:
- Wenn die Entdeckung der Aphantasie Selbstwert oder Identität erschüttert: psychotherapeutische Beratung kann helfen, das eigene Denken neu einzuordnen.
- Wenn gleichzeitig Symptome von Depression, Angst, ADHS oder Autismus belastend werden: nicht die Aphantasie behandeln, sondern diese Beschwerden gezielt angehen.
- Wenn die Aphantasie plötzlich aufgetreten ist (zuvor normales Vorstellungsvermögen): neurologische und psychiatrische Abklärung.
Wichtig: Eine Aphantasie-Diagnose ist nicht psychiatrisch relevant. Auf dem Therapie-Markt gibt es keine seriösen „Aphantasie-Therapien" — Vorsicht vor Anbietern, die Heilung versprechen.
Therapie und innere Bilder: was du ansprechen kannst
Manche psychotherapeutischen Verfahren arbeiten stark mit inneren Bildern, zum Beispiel Imagery Rescripting, geleitete Imagination oder Übungen mit visuellen Ankern.
Wenn du keine inneren Bilder erzeugen kannst, kannst du das zu Beginn sagen und mit der Therapeutin oder dem Therapeuten besprechen, wie ihr mit bildhaften Übungen umgeht. Eine mögliche Frage: „Wie gehen Sie vor, wenn jemand keine inneren Bilder erzeugen kann?“
Zur Wirkung einzelner Verfahren bei Aphantasie macht diese Seite keine Aussage.
Häufige Fragen
Bedeutet Aphantasie, dass ich Autismus habe?
Nein. Belegt sind im Mittel etwas höhere Werte in einem Autismus-Fragebogen bei selbst ausgewählten Gruppen (Dance et al. 2021), keine Diagnosen. Für eine Autismus-Diagnose sind viele weitere Kriterien nötig, die nichts mit Vorstellungskraft zu tun haben.
Haben autistische Menschen häufiger Aphantasie?
Die Befunde widersprechen sich. In einer Online-Befragung von 121 Erwachsenen gaben autistische Teilnehmende im Mittel weniger lebhafte innere Bilder an (d = −0,44; King, Buxton & Tyndall 2024). Unter 327 Menschen mit Autismus-Diagnose (nach eigener Angabe) war visuelle Aphantasie dagegen nicht häufiger als in einer Vergleichsgruppe (Arnold et al. 2026). Es geht um Durchschnitte von Gruppen, nicht um einzelne Menschen.
Hängt Aphantasie mit ADHS zusammen?
Das ist nicht geklärt: Dazu haben wir eine einzige begutachtete Studie gefunden, und sie betrifft erworbene Aphantasie und stützt sich auf einen Screening-Fragebogen statt auf Diagnosen (Gao, Nagai & Silvanto 2025).
Sind Menschen mit Aphantasie intelligenter?
Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg, und für das Gegenteil auch nicht. Der einzige IQ-Vergleich, den wir gefunden haben, stammt aus kleinen Gruppen, und die Autorengruppe führt den Unterschied unter den Einschränkungen ihrer Studie auf, nicht als Befund über Intelligenz (Milton et al. 2021).
Verschlechtert sich Aphantasie mit zunehmender Depression?
Bei schwerer depressiver Episode berichten manche Betroffene zusätzliche Reduktion der Imagery-Lebhaftigkeit. Bei lebenslanger Aphantasie ist Depression ein eigenständiges Thema — sie wird durch die Aphantasie nicht „verstärkt".
Was kann ich vor einer Therapie über meine Aphantasie sagen?
Manche Verfahren arbeiten stark mit inneren Bildern, zum Beispiel Imagery Rescripting, geleitete Imagination oder Übungen mit visuellen Ankern. Wenn du keine inneren Bilder erzeugen kannst, kannst du das zu Beginn sagen und mit der Therapeutin oder dem Therapeuten besprechen, wie ihr damit umgeht. Zur Wirkung einzelner Verfahren bei Aphantasie macht diese Seite keine Aussage.
Wo finde ich kompetente Behandler?
Spezialisierte Anlaufstellen für Aphantasie kennen wir nicht. Du kannst Therapeutinnen und Therapeuten vorab fragen: „Wie gehen Sie vor, wenn jemand keine inneren Bilder erzeugen kann?“
Zuletzt überprüft:
Verantwortlich: Onur Cirakoglu, Gründer von headon
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