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SDAM (Severely Deficient Autobiographical Memory)

Psychologie

Definition

SDAM ist eine Gedächtnisstörung, bei der episodische autobiografische Erinnerungen stark eingeschränkt sind. Betroffene können sich nicht mental in vergangene Erlebnisse zurückversetzen, obwohl faktisches Wissen erhalten bleibt.

Ausführliche Erklärung

Severely Deficient Autobiographical Memory (SDAM) bezeichnet eine spezifische Beeinträchtigung des episodischen Gedächtnisses für persönliche Erfahrungen. Menschen mit SDAM können sich nicht lebhaft an eigene Erlebnisse erinnern; sie wissen, was passiert ist, können es aber nicht mental „wiedererleben“. SDAM überschneidet sich häufig mit Aphantasie, da beide die Fähigkeit zur mentalen Zeitreise beeinträchtigen — die Überlappung zwischen beiden Phänomenen ist erheblich, eine exakte, wissenschaftlich belastbare Prozentzahl dafür ist aber nicht sauber publiziert. Dennoch sind es getrennte Phänomene: Nicht alle Aphantasiker haben SDAM und umgekehrt. SDAM wurde von Brian Levine an der University of Toronto erforscht. Betroffene haben oft intakte Faktenerinnerungen und semantisches Gedächtnis. Die Auswirkungen auf den Alltag variieren, viele kompensieren durch Fotografien, Tagebücher und externe Gedächtnishilfen.

Schlagworte

  • SDAM
  • autobiografisches Gedächtnis
  • Erinnerung
  • episodisch
  • Levine

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