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SDAM ist eine Gedächtnisstörung, bei der episodische autobiografische Erinnerungen stark eingeschränkt sind. Betroffene können sich nicht mental in vergangene Erlebnisse zurückversetzen, obwohl faktisches Wissen erhalten bleibt.
Severely Deficient Autobiographical Memory (SDAM) bezeichnet eine spezifische Beeinträchtigung des episodischen Gedächtnisses für persönliche Erfahrungen. Menschen mit SDAM können sich nicht lebhaft an eigene Erlebnisse erinnern; sie wissen, was passiert ist, können es aber nicht mental "wiedererleben". SDAM überschneidet sich häufig mit Aphantasie, da beide die Fähigkeit zur mentalen Zeitreise beeinträchtigen. Etwa 80% der Menschen mit SDAM haben auch Aphantasie. Dennoch sind es getrennte Phänomene: Nicht alle Aphantasiker haben SDAM und umgekehrt. SDAM wurde von Brian Levine an der University of Toronto erforscht. Betroffene haben oft intakte Faktenerinnerungen und semantisches Gedächtnis. Die Auswirkungen auf den Alltag variieren, viele kompensieren durch Fotografien, Tagebücher und externe Gedächtnishilfen.
Aphantasie ist die Unfähigkeit, willentlich mentale Bilder zu erzeugen. Menschen mit Aphantasie können sich Gesichter, Orte oder Objekte nicht visuell vorstellen, obwohl sie diese erkennen und beschreiben können. Der Begriff wurde 2015 vom Neurologen Adam Zeman geprägt.
Mehr erfahrenDas episodische Gedächtnis speichert autobiografische Erinnerungen an persönliche Erlebnisse mit Orts-, Zeit- und emotionalem Kontext. Es ermöglicht "mentale Zeitreisen" in die eigene Vergangenheit.
Mehr erfahrenDas Default Mode Network (DMN) ist ein Netzwerk von Gehirnregionen, das bei Tagträumen, Selbstreflexion und mentaler Zeitreise aktiv ist. Es zeigt veränderte Muster bei Menschen mit Aphantasie.
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