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Der visuelle Kortex ist der Bereich der Großhirnrinde, der visuelle Informationen verarbeitet. Er befindet sich im Hinterkopf (Okzipitallappen) und ist sowohl für das Sehen als auch für die visuelle Vorstellung zuständig.
Der visuelle Kortex (auch Sehrinde) umfasst mehrere Areale im Okzipitallappen, die für die Verarbeitung visueller Informationen spezialisiert sind. Der primäre visuelle Kortex (V1) erhält direkte Eingaben vom Thalamus und verarbeitet grundlegende visuelle Merkmale wie Kanten und Orientierungen. Höhere visuelle Areale (V2-V5) analysieren komplexere Merkmale wie Farbe, Bewegung und Formen. Bei der visuellen Vorstellung werden diese Areale durch Top-Down-Signale vom präfrontalen Kortex aktiviert, ohne dass echte visuelle Eingaben vorliegen. fMRT-Studien zeigen, dass bei Menschen mit Aphantasie die Aktivierung des visuellen Kortex während Visualisierungsaufgaben deutlich reduziert ist. Die Integrität des visuellen Kortex ist für lebhafte mentale Bilder essentiell.
Der präfrontale Kortex ist der vorderste Teil des Frontallappens und steuert exekutive Funktionen wie Planung, Entscheidungsfindung und Impulskontrolle. Er initiiert und kontrolliert auch mentale Bilder.
Mehr erfahrenAphantasie ist die Unfähigkeit, willentlich mentale Bilder zu erzeugen. Menschen mit Aphantasie können sich Gesichter, Orte oder Objekte nicht visuell vorstellen, obwohl sie diese erkennen und beschreiben können. Der Begriff wurde 2015 vom Neurologen Adam Zeman geprägt.
Mehr erfahrenMentale Bilder sind innere visuelle Vorstellungen, die ohne äußeren Reiz entstehen. Sie ermöglichen es, Objekte, Szenen oder Personen vor dem "inneren Auge" zu sehen, etwa beim Erinnern, Träumen oder Planen.
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