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Der präfrontale Kortex ist der vorderste Teil des Frontallappens und steuert exekutive Funktionen wie Planung, Entscheidungsfindung und Impulskontrolle. Er initiiert und kontrolliert auch mentale Bilder.
Der präfrontale Kortex (PFC) ist die entwicklungsgeschichtlich jüngste Gehirnregion und zentral für höhere kognitive Funktionen. Er steuert Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit, Planung und Selbstkontrolle. Bei der visuellen Vorstellung sendet der PFC Top-Down-Signale an den visuellen Kortex, um innere Bilder zu generieren. Bei Aphantasie scheint diese Verbindung unterbrochen oder ineffektiv zu sein, obwohl der PFC selbst normal funktioniert. Interessanterweise zeigen Aphantasiker oft erhöhte PFC-Aktivität während Visualisierungsaufgaben, was auf verstärkte konzeptuelle oder verbale Verarbeitung als Kompensation hindeutet. Der PFC reift bis ins frühe Erwachsenenalter, was erklärt, warum Kinder oft lebhaftere mentale Bilder haben. Schädigungen des PFC können zu erworbener Aphantasie führen.
Der visuelle Kortex ist der Bereich der Großhirnrinde, der visuelle Informationen verarbeitet. Er befindet sich im Hinterkopf (Okzipitallappen) und ist sowohl für das Sehen als auch für die visuelle Vorstellung zuständig.
Mehr erfahrenDas Default Mode Network (DMN) ist ein Netzwerk von Gehirnregionen, das bei Tagträumen, Selbstreflexion und mentaler Zeitreise aktiv ist. Es zeigt veränderte Muster bei Menschen mit Aphantasie.
Mehr erfahrenAphantasie ist die Unfähigkeit, willentlich mentale Bilder zu erzeugen. Menschen mit Aphantasie können sich Gesichter, Orte oder Objekte nicht visuell vorstellen, obwohl sie diese erkennen und beschreiben können. Der Begriff wurde 2015 vom Neurologen Adam Zeman geprägt.
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