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Episodisches Gedächtnis

Psychologie

Definition

Das episodische Gedächtnis speichert autobiografische Erinnerungen an persönliche Erlebnisse mit Orts-, Zeit- und emotionalem Kontext. Es ermöglicht „mentale Zeitreisen“ in die eigene Vergangenheit.

Ausführliche Erklärung

Das episodische Gedächtnis ist ein Teilsystem des Langzeitgedächtnisses, das persönliche Erfahrungen mit ihrem räumlichen und zeitlichen Kontext speichert. Es unterscheidet sich vom semantischen Gedächtnis (Faktenwissen) durch seinen autobiografischen Charakter und die Möglichkeit, Erlebnisse subjektiv wiederzuerleben. Ein typisches Beispiel ist die Erinnerung an den eigenen letzten Geburtstag – mit Bildern, Stimmung und dem Gefühl, gewissermaßen wieder dort zu sein. Das Konzept wurde von Endel Tulving eingeführt. Menschen mit Aphantasie haben oft ein intaktes semantisches Gedächtnis, aber veränderte episodische Erinnerungen, die weniger bildlich und emotional erlebt werden. Bei SDAM ist das episodische Gedächtnis stark eingeschränkt. Der Hippocampus und das Default Mode Network sind zentral für episodische Erinnerungen. Forschung zeigt, dass visuelle Vorstellung und episodisches Gedächtnis eng verbunden sind, da beide auf ähnliche neuronale Netzwerke zugreifen.

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