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Psychologie

Episodisches Gedächtnis

Definition

Das episodische Gedächtnis speichert autobiografische Erinnerungen an persönliche Erlebnisse mit Orts-, Zeit- und emotionalem Kontext. Es ermöglicht "mentale Zeitreisen" in die eigene Vergangenheit.

Ausführliche Erklärung

Das episodische Gedächtnis ist ein Teilsystem des Langzeitgedächtnisses, das persönliche Erfahrungen mit ihrem räumlichen und zeitlichen Kontext speichert. Es unterscheidet sich vom semantischen Gedächtnis (Faktenwissen) durch seinen autobiografischen Charakter und die Möglichkeit, Erlebnisse subjektiv wiederzuerleben. Ein typisches Beispiel ist die Erinnerung an den eigenen letzten Geburtstag – mit Bildern, Stimmung und dem Gefühl, gewissermaßen wieder dort zu sein. Das Konzept wurde von Endel Tulving eingeführt. Menschen mit Aphantasie haben oft ein intaktes semantisches Gedächtnis, aber veränderte episodische Erinnerungen, die weniger bildlich und emotional erlebt werden. Bei SDAM ist das episodische Gedächtnis stark eingeschränkt. Der Hippocampus und das Default Mode Network sind zentral für episodische Erinnerungen. Forschung zeigt, dass visuelle Vorstellung und episodisches Gedächtnis eng verbunden sind, da beide auf ähnliche neuronale Netzwerke zugreifen.

Schlagworte

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Externe Ressourcen

Auch im Resonance ArchiveFachbegriffe zu Frequenzen, Physik & Ägyptologie

Verwandte Begriffe

SDAM ist eine Gedächtnisstörung, bei der episodische autobiografische Erinnerungen stark eingeschränkt sind. Betroffene können sich nicht mental in vergangene Erlebnisse zurückversetzen, obwohl faktisches Wissen erhalten bleibt.

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Das Default Mode Network (DMN) ist ein Netzwerk von Gehirnregionen, das bei Tagträumen, Selbstreflexion und mentaler Zeitreise aktiv ist. Es zeigt veränderte Muster bei Menschen mit Aphantasie.

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Aphantasie ist die Unfähigkeit, willentlich mentale Bilder zu erzeugen. Menschen mit Aphantasie können sich Gesichter, Orte oder Objekte nicht visuell vorstellen, obwohl sie diese erkennen und beschreiben können. Der Begriff wurde 2015 vom Neurologen Adam Zeman geprägt.

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Mentale Bilder sind innere visuelle Vorstellungen, die ohne äußeren Reiz entstehen. Sie ermöglichen es, Objekte, Szenen oder Personen vor dem "inneren Auge" zu sehen, etwa beim Erinnern, Träumen oder Planen.

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