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Prosopagnosie ist die Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen oder zu unterscheiden. Sie tritt häufiger bei Menschen mit Aphantasie auf und kann angeboren oder durch Hirnschäden erworben sein.
Prosopagnosie, auch Gesichtsblindheit genannt, bezeichnet die Schwierigkeit oder Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen und zu unterscheiden, obwohl das Sehen an sich intakt ist. Betroffene erkennen bekannte Personen oft an Stimme, Gang oder Kleidung, nicht am Gesicht. Die entwicklungsbedingte Form betrifft etwa 2% der Bevölkerung. Studien zeigen eine überzufällige Überlappung mit Aphantasie: Viele Menschen mit Aphantasie haben auch Schwierigkeiten, sich Gesichter vorzustellen oder zu erkennen. Die fusiforme Gesichtsregion (Fusiform Face Area) im Schläfenlappen ist zentral für die Gesichtserkennung. Bei Prosopagnosie ist dieses Areal oft unteraktiv oder fehlerhaft verbunden. Die Kombination aus Aphantasie und Prosopagnosie kann soziale Situationen erschweren, da weder Gesichter gut erinnert noch vorgestellt werden können.
Aphantasie ist die Unfähigkeit, willentlich mentale Bilder zu erzeugen. Menschen mit Aphantasie können sich Gesichter, Orte oder Objekte nicht visuell vorstellen, obwohl sie diese erkennen und beschreiben können. Der Begriff wurde 2015 vom Neurologen Adam Zeman geprägt.
Mehr erfahrenDer visuelle Kortex ist der Bereich der Großhirnrinde, der visuelle Informationen verarbeitet. Er befindet sich im Hinterkopf (Okzipitallappen) und ist sowohl für das Sehen als auch für die visuelle Vorstellung zuständig.
Mehr erfahrenMentale Bilder sind innere visuelle Vorstellungen, die ohne äußeren Reiz entstehen. Sie ermöglichen es, Objekte, Szenen oder Personen vor dem "inneren Auge" zu sehen, etwa beim Erinnern, Träumen oder Planen.
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