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Prosopagnosie (Gesichtsblindheit)

Psychologie

Definition

Prosopagnosie ist die Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen oder zu unterscheiden. Sie tritt häufiger bei Menschen mit Aphantasie auf und kann angeboren oder durch Hirnschäden erworben sein.

Ausführliche Erklärung

Prosopagnosie, auch Gesichtsblindheit genannt, bezeichnet die Schwierigkeit oder Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen und zu unterscheiden, obwohl das Sehen an sich intakt ist. Betroffene erkennen bekannte Personen oft an Stimme, Gang oder Kleidung, nicht am Gesicht. Die entwicklungsbedingte Form betrifft etwa 2% der Bevölkerung. Studien zeigen eine überzufällige Überlappung mit Aphantasie: Viele Menschen mit Aphantasie haben auch Schwierigkeiten, sich Gesichter vorzustellen oder zu erkennen. Die fusiforme Gesichtsregion (Fusiform Face Area) im Schläfenlappen ist zentral für die Gesichtserkennung. Bei Prosopagnosie ist dieses Areal oft unteraktiv oder fehlerhaft verbunden. Die Kombination aus Aphantasie und Prosopagnosie kann soziale Situationen erschweren, da weder Gesichter gut erinnert noch vorgestellt werden können.

Schlagworte

  • Prosopagnosie
  • Gesichtsblindheit
  • Gesichtserkennung
  • FFA

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