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Binocular Rivalry

Forschung

Definition

Binocular Rivalry ist ein visuelles Phänomen und Testverfahren, bei dem jedem Auge ein unterschiedliches Bild gezeigt wird. Die Wahrnehmung wechselt zwischen beiden Bildern, beeinflusst von mentaler Vorstellung.

Ausführliche Erklärung

Binocular Rivalry (binokulare Rivalität) tritt auf, wenn jedem Auge ein unterschiedliches Bild präsentiert wird. Das Gehirn kann beide Bilder nicht gleichzeitig verarbeiten und wechselt zwischen den Wahrnehmungen hin und her. Dieses Phänomen wird in der Aphantasie-Forschung genutzt: Pearson, Clifford & Tong (2008, Current Biology) zeigten, dass das Vorstellen eines Bildes dessen anschließende Dominanz in der binokularen Rivalität erhöht. Keogh & Pearson (2018, Cortex) wandten die Methode auf Aphantasie an: Menschen mit Aphantasie zeigen diesen „Imagery Priming“-Effekt nicht oder deutlich schwächer. Die Binocular-Rivalry-Methode liefert damit einen Hinweis, der nicht auf Selbstberichten basiert – belastbar vor allem im Gruppenvergleich, für die Einordnung einzelner Personen ist der Effekt zu klein (Monzel et al. 2025). Sie misst, ob die visuelle Vorstellung das Wahrnehmungssystem aktiviert. Diese Methode hat geholfen zu zeigen, dass Aphantasie ein messbares neurologisches Phänomen ist.

Schlagworte

  • Binocular Rivalry
  • binokulare Rivalität
  • Wahrnehmung
  • Test
  • Pearson

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