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Eidetisches Gedächtnis

Psychologie

Definition

Eidetisches Gedächtnis bezeichnet die Fähigkeit, Bilder oder Szenen nach kurzem Betrachten mit fotografischer Genauigkeit im Gedächtnis zu behalten. Es ist das Gegenteil von Aphantasie.

Ausführliche Erklärung

Das eidetische Gedächtnis, oft fälschlich als „fotografisches Gedächtnis“ bezeichnet, ermöglicht es, Bilder für kurze Zeit mit hoher Detailgenauigkeit zu speichern und wieder abzurufen. Es ist bei Kindern häufiger (2-10%) und nimmt mit dem Alter ab. Echtes eidetisches Gedächtnis im Erwachsenenalter ist extrem selten. Menschen mit eidetischem Gedächtnis beschreiben, dass sie Bilder „vor sich sehen“ können und Details durch Betrachten dieses inneren Bildes ablesen. Dies steht im starken Kontrast zu Aphantasie. Die neurologischen Grundlagen sind noch nicht vollständig verstanden, aber erhöhte Aktivität in visuellen Speicherarealen wird vermutet. Eidetisches Gedächtnis ist von Hyperphantasie zu unterscheiden: Ersteres bezieht sich auf Gedächtnisleistung, Letzteres auf Vorstellungsfähigkeit.

Schlagworte

  • eidetisches Gedächtnis
  • fotografisches Gedächtnis
  • Erinnerung
  • visuelle Speicherung

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