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Eidetisches Gedächtnis bezeichnet die Fähigkeit, Bilder oder Szenen nach kurzem Betrachten mit fotografischer Genauigkeit im Gedächtnis zu behalten. Es ist das Gegenteil von Aphantasie.
Das eidetische Gedächtnis, oft fälschlich als "fotografisches Gedächtnis" bezeichnet, ermöglicht es, Bilder für kurze Zeit mit hoher Detailgenauigkeit zu speichern und wieder abzurufen. Es ist bei Kindern häufiger (2-10%) und nimmt mit dem Alter ab. Echtes eidetisches Gedächtnis im Erwachsenenalter ist extrem selten. Menschen mit eidetischem Gedächtnis beschreiben, dass sie Bilder "vor sich sehen" können und Details durch Betrachten dieses inneren Bildes ablesen. Dies steht im starken Kontrast zu Aphantasie. Die neurologischen Grundlagen sind noch nicht vollständig verstanden, aber erhöhte Aktivität in visuellen Speicherarealen wird vermutet. Eidetisches Gedächtnis ist von Hyperphantasie zu unterscheiden: Ersteres bezieht sich auf Gedächtnisleistung, Letzteres auf Vorstellungsfähigkeit.
Hyperphantasie bezeichnet die Fähigkeit zu extrem lebhaften, fotorealistischen mentalen Bildern. Menschen mit Hyperphantasie können sich Szenen so detailliert vorstellen, dass die inneren Bilder fast mit echter Wahrnehmung verwechselt werden können.
Mehr erfahrenMentale Bilder sind innere visuelle Vorstellungen, die ohne äußeren Reiz entstehen. Sie ermöglichen es, Objekte, Szenen oder Personen vor dem "inneren Auge" zu sehen, etwa beim Erinnern, Träumen oder Planen.
Mehr erfahrenAphantasie ist die Unfähigkeit, willentlich mentale Bilder zu erzeugen. Menschen mit Aphantasie können sich Gesichter, Orte oder Objekte nicht visuell vorstellen, obwohl sie diese erkennen und beschreiben können. Der Begriff wurde 2015 vom Neurologen Adam Zeman geprägt.
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